Case Study · KI-Agenten & Landingpages

Ein Landingpage-System, in dem KI baut, KI prüft und ein Mensch entscheidet

Für einen international werbenden Auftraggeber haben wir seit April 2026 ein Landingpage-System aufgebaut, in dem jede Seite ein geprüfter Datensatz ist. Steht das Briefing, baut ein KI-Agent die Seite, drei spezialisierte KI-Prüfer checken parallel Werbeaussagen, Tracking sowie Performance und SEO, und ein Mensch gibt frei. So entstehen neue Seiten und Varianten in Stunden – zugeschnitten auf Anzeige und Ziel, schnell ladend und im Markenbild des Auftraggebers. Inzwischen umfasst das System 25 Landingpages für zwei Auftraggeber, 15 davon im Anzeigenbetrieb.

Armin StadlerStand: English version
Landingpages für zwei Auftraggeber
25
davon im Anzeigenbetrieb
15
Seitenvarianten in rund 24 Stunden live – beim zweiten Auftraggeber, inklusive Aufbau
12
KI-Agenten: ein Builder, drei Prüfer, eine Release-Prüfung
5

Stand: September 2026. Im Anzeigenbetrieb sind Seiten, die im Projekt als live in Kampagnen geführt werden. Die zwölf Varianten (sechs Seiten in je zwei Varianten) standen rund 24 Stunden nach dem Start des Repositories live, einschließlich der Übertragung des Systems – abgelesen an den Zeitstempeln der Versionsverwaltung.

Ausgangslage

Bezahlter Traffic braucht viele, genau passende Landingpages: je Zielgruppe, Botschaft und Test eine eigene Variante. Einzeln von Hand gebaut, wird daraus schnell ein Flickenteppich – das Markenbild franst aus, Kampagnenparameter gehen auf dem Weg verloren, irgendwann weiß niemand mehr genau, welche Seite gerade in Anzeigen hängt, und jede neue Variante wird wieder zum kleinen Projekt.

Seiten schnell zu bauen, ist mit KI nicht mehr das Problem. Das Problem ist die Qualität: Werbeaussagen müssen stimmen und den Richtlinien der Werbeplattform entsprechen, Messung und Ladezeit dürfen nicht leiden, und eine Seite, auf die gerade Budget läuft, darf sich nicht versehentlich ändern.

Was wir gebaut haben

Ein System, das Tempo und Kontrolle nicht gegeneinander ausspielt.

Flexibel im Aufbau, konsistent in der Marke

Jede Landingpage wird auf ihre Anzeige, ihre Zielgruppe und ihr Ziel zugeschnitten: eigener Aufbau, eigene Botschaft, eigene Varianten für Tests. Technisch ist sie ein strukturierter Datensatz, der beim Bauen gegen ein Schema geprüft wird; das Design kommt aus Design-Paketen, die das Markenbild zusammenhalten. Eine neue Variante ist damit ein neuer Datensatz – kein neues Projekt.

Ein Builder, drei Prüfer, eine Release-Prüfung

Ein KI-Agent baut. Drei spezialisierte KI-Prüfer arbeiten parallel: einer für Werbeaussagen und Plattform-Richtlinien, einer für Tracking und Indexierung, einer für Performance, SEO und Barrierefreiheit. Eine Release-Prüfung führt die Urteile zu einer Empfehlung zusammen – freigeben, zurückhalten oder ablehnen. Die Entscheidung trifft ein Mensch.

Schnell optimiert

Neue Headline, andere Zielgruppe, zusätzliche Testvariante: Jede Anpassung durchläuft dieselben Prüfungen wie die erste Version. So lassen sich Seiten laufend auf Anzeigen und Ziele optimieren, ohne dass Qualität oder Messung darunter leiden.

Schnell geladen, sauber gemessen

Astro liefert fertiges HTML ohne schweres Framework, die Schriften kommen vom eigenen Server. Bei jeder Änderung misst die automatische Prüfung Ladezeit und Layout-Stabilität der Kernseiten gegen feste Mobil-Budgets – das größte Inhaltselement muss mobil nach höchstens 2,5 Sekunden stehen. Jeder Button reicht die Kampagnenparameter aus der Anzeige vollständig weiter, abgesichert durch automatisierte Tests.

Seiten im Anzeigenbetrieb sind gesperrt

Sobald eine Seite Budget bekommt, wird sie gesperrt. Eine Änderung braucht dann einen ausdrücklichen Freigabevermerk; fehlt er, schlägt die automatische Prüfung fehl.

So entsteht eine Seite

  1. 01

    Briefing

    Das Marketing-KI-Team leitet aus Anzeigen- und Umsatzdaten ab, welche Seite gebraucht wird. Ein Mensch gibt das Briefing frei.

  2. 02

    Bauen

    Der Builder-Agent legt die Seite als Datensatz an, zunächst als Entwurf.

  3. 03

    Parallel prüfen

    Die drei Prüfer checken Aussagen und Richtlinien, Tracking sowie Performance gleichzeitig.

  4. 04

    Release-Entscheidung

    Die Release-Prüfung bündelt die Urteile; ob die Seite live geht, entscheidet ein Mensch.

  5. 05

    Live und gesperrt

    Die Seite durchläuft Vorschau und Staging, geht live und wird gesperrt, sobald sie im Anzeigenbetrieb ist.

  6. 06

    Optimieren

    Neue Varianten und Anpassungen laufen durch dieselben Prüfungen; gesperrte Seiten ändern sich nur mit Freigabevermerk.

Was die KI darf – und was nicht

Die KI arbeitet schnell, aber nicht allein: Jede Rolle hat einen klar umrissenen Auftrag, und alles, was Budget oder Außenwirkung berührt, entscheidet ein Mensch.

Das übernimmt die KI

  • Seiten und Varianten aus einem freigegebenen Briefing bauen
  • Werbeaussagen gegen Claim-Regeln und Plattform-Richtlinien prüfen
  • Tracking, Performance, SEO und Barrierefreiheit prüfen
  • Eine Release-Empfehlung mit Begründung abgeben

Das entscheidet ein Mensch

  • Welche Seite gebaut wird – per Freigabe des Briefings
  • Ob eine Seite live geht
  • Welche Variante in Anzeigen läuft
  • Jede Änderung an einer Seite im Anzeigenbetrieb

Ergebnis

Das System ist seit April 2026 in Betrieb und umfasst heute 25 Landingpages, 15 davon im Anzeigenbetrieb. Wie schnell es arbeitet, zeigen zwei Beispiele vom September 2026: Beim zweiten Auftraggeber standen zwölf Seitenvarianten rund 24 Stunden nach dem Start live – einschließlich der Übertragung des Systems. Und eine neue Seite auf einem neuen Design-Paket war keine drei Stunden nach dem ersten Entwurf live und am selben Abend im Anzeigenbetrieb.

Die Technik ließ sich auf einen zweiten Auftraggeber übertragen: gleiche Mechanik, eigenes Repository, eigene Marke. Sperrlogik und die Weitergabe der Kampagnenparameter kamen unverändert mit, samt ihrer Tests.

Der Nutzen liegt in Tempo und Kontrolle zugleich: Neue Seiten und Varianten entstehen in Stunden, lassen sich laufend auf Anzeigen und Ziele optimieren – und jede durchläuft dieselben Prüfungen.

Was davon für Ihr Unternehmen übertragbar ist

  • Neue Seiten und Varianten in Stunden – als geprüfte Datensätze statt als Einzelstücke.
  • Parallele Prüfer mit klaren Zuständigkeiten statt eines Generators ohne Kontrolle.
  • Sperren für Seiten, auf die Budget läuft.

Häufige Fragen

Schreibt die KI auch die Texte der Landingpages?

Der Builder setzt die Inhalte aus einem freigegebenen Briefing um. Ein eigener Prüfer checkt jede Werbeaussage gegen die Claim-Regeln des Auftraggebers und die Richtlinien der Werbeplattform und markiert, was sich nicht belegen lässt – bevor ein Mensch über die Freigabe entscheidet.

Wie schnell entsteht eine neue Seite?

Steht das System und ist das Briefing freigegeben, in Stunden. Im September 2026 war eine neue Seite auf einem neuen Design-Paket keine drei Stunden nach dem ersten Entwurf live; beim zweiten Auftraggeber standen zwölf Varianten rund 24 Stunden nach dem Start. Eine weitere Variante einer bestehenden Seite ist ein neuer Datensatz, der dieselben Prüfungen durchläuft.

Warum Astro?

Weil Landingpages vor allem schnell und robust sein müssen. Astro liefert fertiges HTML ohne schweres JavaScript-Framework im Browser, die Schriften kommen vom eigenen Server. In anderen Projekten bauen wir Landingpages auch mit Next.js – entscheidend ist, was die Seite leisten muss.

Kann sich eine Seite ändern, während Budget auf ihr läuft?

Nicht unbemerkt. Seiten im Anzeigenbetrieb sind gesperrt; eine Änderung braucht einen ausdrücklichen Freigabevermerk, sonst schlägt die automatische Prüfung fehl.

Funktioniert das auch für B2B-Landingpages?

Ja. Das Prinzip – Seiten als geprüfte Datensätze, parallele Prüfer, Sperren im Anzeigenbetrieb – hängt nicht an Branche oder Zielgruppe. Auf Wunsch läuft es auf einer eigenen Subdomain, ohne Eingriff in Ihre bestehende Website.

Nächster Schritt

Wollen Sie etwas Ähnliches aufbauen?

Im Erstgespräch klären wir, ob sich der Ansatz auf Ihr Unternehmen übertragen lässt – und was es dafür braucht.